Unternehmer baut neue XXL-Waschanlage für Autos

Bericht aus der Schwäbischen Zeitung vom 23.10.2024

Taxiunternehmer verwandelt einen Waschpark in eine riesige, moderne Autowaschanlage. Im Spätsommer 2025 soll eröffnet werden. Das ist geplant.

Viele wundern sich sicher, warum rund um den Waschpark in der Schwarzachstraße nichts vorangeht. Vor etwa einem Jahr hatte Joachim Hepp, Inhaber des Taxiunternehmens in Bad Saulgau, doch die Waschstraße von Speditionsunternehmer Stefan Flaisch gekauft. Geplant war eine Vergrößerung und Modernisierung mit Wiedereröffnung im Sommer dieses Jahres.

Der Stillstand hat allerdings einen guten Grund: Es gibt eine Planänderung – und zwar im großen Stil. In Bad Saulgau soll ein XXL-Waschpark entstehen. Kurz nach dem Kauf und den ersten Plänen konnte Joachim Hepp auch das angrenzende Grundstück erwerben, auf dem das Autohaus Uhl seinen Gebrauchtwagenmarkt betrieben hatte. „Der Erwerb dieses Platzes hat die Situation natürlich geändert“, erklärt Joachim Hepp.

Hochmoderne Anlage

Auf 5500 Quadratmetern wird nun eine hochmoderne Waschanlage – eine der modernsten Oberschwabens – entstehen, die die bisherigen Vorstellungen von Joachim und Tanja Hepp weit übertrifft. „Es wird ein richtiges Erlebnis, da durchzufahren“, schwärmt Tanja Hepp schon jetzt.

Für das Projekt haben die beiden das Architekturbüro Patrick Dorn aus Mengen hinzugezogen. Da Vorbereitung bekanntlich das A und O ist, hat die Planungs- und Genehmigungsphase ihre Zeit gebraucht. „Die letzten drei Jahre haben wir gefühlt jede Waschstraße inspiziert“, sagt Tanja Hepp und lacht.

Das Herzstück der Anlage wird die 1400 Quadratmeter große Halle sein, die sowohl einen Waschtunnel als auch eine überdachte Saugerhalle beinhaltet. Letztere ist in der Umgebung eine absolute Rarität und damit Alleinstellungsmerkmal des zukünftigen „Waschparks Hepp“. Im Umkreis von 70 Kilometern gibt es keine Möglichkeit, Autos wetterunabhängig im Trockenen zu saugen.

Die Nutzung der 15 Saugerplätze, ausgestattet mit Druckluft- und Sauganschluss, sowie drei Mattenreinigern für Textil- und Gummimatten, ist im Preis inbegriffen – unabhängig vom gewählten Waschprogramm.

Die letzten drei Jahre haben wir gefühlt jede Waschstraße inspiziert. (Tanja Hepp)

Der neue Waschtunnel wird 36 Meter lang sein, zwölf Meter länger als der bisherige. Es werden voraussichtlich drei Programme angeboten, ergänzt durch saisonale Zusatzreinigungen wie Salzbehandlung im Winter oder Mückenentfernung im Sommer.

Anders als bisher werden die Autos nach der manuellen Vorwäsche nicht mit einer Kette, sondern per Förderband durch den Tunnel geschoben. „Das ist felgenschonender“, erklärt Joachim Hepp. Zudem wird viel mit Hochdruck gearbeitet. „Es gibt nichts Moderneres an Technik“, fügt Tanja Hepp hinzu.

Optisch ein Hingucker

Die moderne Glasfassade und das dunkle Farbkonzept mit apfelgrünen Akzenten werden das Bauwerk auch optisch hervorheben. Photovoltaikanlagen auf dem Dach sollen einen Großteil des Eigenstroms liefern. Die Ein- und Ausfahrt erfolgt über die Talstraße, parallel zur Bussenstraße.

Auf der anderen Seite des Geländes gibt es fünf Selbstreinigungsboxen für Autos, einen Freiwaschplatz mit einer Waschbrücke für Wohnmobile und kleine Lastwagen, eine Portalwaschanlage für größere Fahrzeuge wie Sprinter sowie einen Mattenreiniger.

Neuheit für SB-Wäsche

Außerdem vier Saugerplätze – zwei davon mit sogenannten „Dry-Guns“, Trockenbläsern, um die Autos nach der Wäsche selbst zu „föhnen“. Ein eigenes Kassenhaus inklusive Geldwechsler ist für den Außenbereich geplant. Bezahlt werden kann in bar, mit Karte sowie mit UTA- und DKV-Tankkarten.

Das Kassenhaus für die Waschstraße wird sich in einem separaten Bürogebäude befinden. Denn auch das Taxiunternehmen wird auf das neue Areal umziehen, der bisherige Standort wird vermietet. Der alte Waschtunnel dient künftig als Lager und nebenan werden 13 überdachte Stellplätze für die Taxiflotte entstehen.

Es gibt nichts Moderneres an Technik. (Tanja Hepp)

Für das Projekt investieren Joachim und Tanja Hepp mehr als drei Millionen Euro. Der Spatenstich erfolgt am Montag, 28. Oktober, durch die Firma Reisch. Die Bauarbeiten sollen acht bis zehn Monate dauern, sodass der Waschpark im Spätsommer 2025 eröffnet werden kann. Schon jetzt versprechen die Betreiber, dass nach dem ersten Auto auch das zweite und dritte und alle weiteren nicht lange warten müssen.