25. November 2025

Die Idee des eigenen Waschparks hat Joachim Hepp schon seit Jahren. Jetzt setzt er sie um. Dafür nimmt er eine Menge Geld in die Hand. Denn er hat einiges vor.
Moderner, größer, schneller: Taxiunternehmer Joachim Hepp aus Bad Saulgau ist ab Januar 2024 neuer Inhaber und Betreiber des Waschparks Flaisch an der Schwarzachstraße. Der 45-Jährige will im Sommer 2026 den Waschpark Hepp eröffnen.
Die Idee eines eigenen Waschparks hat Joachim Hepp schon seit fast zehn Jahren, als es den vom Speditionsunternehmer Stefan Flaisch betriebenen Waschpark Flaisch schon mehr als 20 Jahre gab. „Unsere Autos sind unsere Visitenkarten“, sagt Hepps Frau Tanja. Deshalb legen die Hepps viel Wert darauf, dass ihre 15 Fahrzeuge immer sauber sind.
Joachim Hepp machte sich also auf die Suche nach einem geeigneten Standort, prüfte die wasserrechtlichen Bedingungen und knüpfte Kontakte zu den führenden Herstellern von Waschstraßen.
Hepps Traum platzte erst einmal, „weil eine Potenzialrechnung zum Ergebnis kam, dass der Standort Bad Saulgau nur einen Waschpark in dieser Größenordnung verträgt“, so Hepp.
Hepp ließ aber nicht locker, führte vor zwei Jahren erste Gespräche mit Stefan Flaisch, dessen Anlage in die Jahre gekommen ist. Der 53-Jährige hätte seinen Waschpark, der von Privatkunden und gewerblichen Kunden mit Firmenfahrzeugen sowie dem Fuhrpark von Autohäusern besucht wird, reparieren und auf den neuesten Stand der Technik bringen müssen, zumal sich auch die Konturen der Fahrzeuge weiter verändern werden.
„Er hat ein gutes Konzept vorgelegt“, sagt Stefan Flaisch, der schnell Bereitschaft signalisierte, seinen Waschpark an das Taxiunternehmen zu verkaufen. Sein Speditionsunternehmen führt Flaisch aber nach wie vor.
Joachim Hepp schmiedet indes große Pläne für seine Investition, die ihn etwa zweieinhalb Millionen Euro kostet. Das bestehende Gebäude erweitert er um 20 Meter. Die bisherige Waschhalle, in der die Autos zum Waschgang auf Ketten befördert werden, beträgt 25 Meter.
Danach werden es 34 Meter sein ‐ „aber nicht mehr auf Ketten, sondern auf einem modernen Förderband, das auch leichter zu befahren ist und die Felgen schont“, sagt Joachim Hepp. Zu Spitzenzeiten ‐ so Hepp ‐ könnten dann 80 bis 100 Fahrzeuge in der Stunde gewaschen werden.
Die Anzahl der SB-Plätze bleibt bei vier, dafür verdoppelt Hepp die Staubsaugerplätze von sechs auf zwölf. „Diese beiden Bereiche werden komplett überdacht“, ergänzt Hepp, der beruflich schon Halt an vielen Waschparks gemacht hat und daher optimistisch ist, dass der neue Waschpark in Bad Saulgau für die Zukunft gerüstet sei.
Auch der Umweltschutz wird berücksichtigt, weil eine spezielle Wasseraufbereitungsanlage eingebaut und auf dem Dach eine PV-Anlage installiert wird. Kunden können zudem ihren Service mit Karte bezahlen. „Eigentlich bleiben nur noch die Mauern des Bestandsgebäudes stehen“, so Hepp, dessen Projekt sich im Planungs- und Genehmigungsverfahren befindet.
Zum Jahreswechsel erfolgt die Geschäftsübergabe, ehe dann Hepp mit den Umbauarbeiten im Frühjahr beginnen will. „Im Sommer 2026 soll der Waschpark Hepp in den Betrieb gehen“, ergänzt er.
Während der Arbeiten bleibt der Waschpark demnach mehrere Woche geschlossen, weshalb mit den paar Mitarbeitern eine Regelung getroffen werden soll, wie sie in diesem Zeitraum weiterbeschäftigt werden.
Hepp ist auch nicht angst und bange davor, dass er während der Schließzeit Kunden verliere, die ihre Autos woanders waschen lassen. „Auf dem Areal entsteht eine der modernsten Waschparks in Süddeutschland“, sagt Hepp, der zehn Jahre nach seinen ersten Gedankenspielen kurz davor ist, sein Ziel zu erreichen.